Karte mit den QSOs

Portabel unterwegs: Bau einer 1/4 Lambda Vertikal und Bestückung meines Funkrucksacks

In diesem Beitrag berichtet Tobias, DB5TW, über den Bau einer 1/4 Lambda Vertikal-Antenne, die Bestückung seines Rucksacks und den ersten Test seiner Ausrüstung.

Die Idee zum Bau der Antenne

Für den portablen Funkbetrieb wollte ich mir eine kompakte Antenne bauen, die schnell einsatzbereit ist. Meine Wahl fiel auf die Teleskop 1/4 Lambda Vertikal-Antenne der Draußenfunker, die ich anhand dieser Anleitung nachgebaut habe.

Mit der zusätzlichen Spule für 40-Meter ist die Antenne auf den Bändern von 40 bis 10 Meter nutzbar. Ohne Spule kann sie auf 20 bis 10 Meter eingesetzt werden.

Bau der Antenne

Der Aufbau der Antenne ist insgesamt relativ simpel. Etwas knifflig war lediglich das Löten der Litze an der PL-Buchse, da die Litze an dieser Stelle sehr kurz ist. Mit etwas Geduld ist das aber gut machbar. Etwas mehr Zeit nimmt das Anfertigen der Radiale in Anspruch, da dafür insgesamt rund 80 Meter Litze benötigt und zugeschnitten werden müssen.

Die Antenne in ihren Einzelteilen
Die Antenne in ihren Einzelteilen mit Spule für 40m

Nach dem Bau habe ich den Strahler mit Hilfe des des NanoVNA auf die richtige Länge für die einzelnen Bänder gezogen und anschließend den Strahler entsprechend markiert.

Zusätzlich habe ich die Tabelle von der Draußenfunker-Webseite mit der Anzahl der auszuziehenden Teleskopelemente für die einzelnen Bänder in mein Notizbuch übertragen. Je nach Bodenbeschaffenheit kann das zwar etwas abweichen, als Richtwert ist diese Tabelle aber sehr hilfreich.

Bandauszuziehende Elemente des Strahlers
20m11,5
17m8,5
15m7,6
12m6,5
10m6

Beispielmessungen mit dem SWR-Meter des Xiegu G90: Die Stellen für die Markierungen an der Antenne wurden zuvor mit dem NanoVNA ermittelt. Der interne Tuner des G90 war ausgeschaltet, die Antenne wurde also nicht über den Tuner angepasst.

Mein Portabelrucksack

Neben der Antenne habe ich mir auch einen Rucksack für den portablen Funkbetrieb zusammengestellt. Die Grundlage dafür war der Portabel-Rucksack für Einsteiger und OVs von Draussenfunker.de.

Als Basis verwende ich einen 40-Liter-Rucksack mit MOLLE-System. Darin ist alles verstaut, was ich für einen portablen Einsatz benötige.

Im Rucksack befinden sich unter anderem:

  • Xiegu G90
  • Eremit 12V/18Ah Akku
  • 15 Meter Koaxkabel mit Mantelwellensperre
  • die selbst gebaute DIY-Teleskop 1/4 Lambda Vertikal
  • ein LDG 1:9 UNUN
  • verschiedene Drähte mit unterschiedlichen Längen für den UNUN
  • etwas Werkzeug bzw. ein Multitool
  • ein Papierlogbuch
  • Kopfhörer
  • Regenschutz
Bild es Rucksackes
Der Rucksack fertig gepackt

Fertig ist der Rucksack noch nicht, aber ich denke, dass er bereits eine gute Basis für den portablen Funkbetrieb bietet.

Erster Test auf einer Wiese

Getestet habe ich das Setup auf einer großen Wiese außerhalb der Stadt. Der komplette Test mit Aufbau, Funkbetrieb und Abbau dauerte etwas mehr als eine Stunde. Die QSOs wurden ausschließlich in SSB gemacht. Dabei konnten insgesamt sechs Verbindungen geloggt werden.

Karte mit den QSOs
QSO-Karte vom ersten Test auf 40m und 20m

Mein Fazit

Der erste Test war für mich sehr zufriedenstellend. Die Antenne ist in unter 5 Minuten aufgebaut, kompakt und für den portablen Funkbetrieb gut geeignet.

Natürlich gibt es immer noch Kleinigkeiten, die man verbessern oder anpassen kann. Für den ersten Praxistest bin ich allerdings mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich auf die erste POTA-Aktivierung mit dem Setup.